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Der Vorgang des Malens als sensuales Dokumentieren von Spontanität, Eigendynamik und bewusster Zufälligkeit; die Farbe als poetische Spurengebung.

 

Ein weiterer wesentlicher Bereich des kreativen Kunstschaffens sind die gegenstandslosen Farbmalereien. Hier geht es um die sensible Auflösung des zweidimensionalen Bildraumes. Vereinzelte Farbflecke erheben sich aus der flachen Bildebene und streben in den Raum. Die dritte Dimension wird angetastet, die Farbfläche wird partiell plastisch. Josef Hirthammer arbeitet vor, hinter und durch die Leinwand. Das von hinten Bearbeitete wird vorn sichtbar zur Plastizität.

 

Vorgefundene Farbteile werden in die zweidimensional angelegten Farbflächen integriert. Diese Bildgestaltung bleibt ausschließlich im gegenstandslosen Bereich. Nur die Komposition, die Farbe und deren teils plastisches Vorstreben dürfen wirken.

 

Für Josef Hirthammer ist die Leinwand sein Aktionsraum. Und mit immer neuen Variationen lässt er für den Betrachter die Farben, ihre Modulation und ihre Interaktion erlebbar werden. So verwandelt er Leinwände in Energiezentren, die blinken und leuchten und uns auffordern, mit unseren Augen davon zu kosten.

 

Der Anschauungsraum ist das Rechteck der Leinwand, das visuelle Feld hingegen ist die Farbe. Die Farbe, die immer begleitet wird von anderen Farben. So bringt er die Leinwand zum Vibrieren.